Der BSV on Tour

Am 13. Juni 2015 trafen sich die Mitglieder der Gebietsgruppe Rügen des Blinden-und Sehbehinderten-Vereins Mecklenburg-Vorpommern e.V..Unser Vorsitzender Knut Schediwie hatte die Idee einer gemeinsamen Unternehmung mit unseren unmittelbaren Nachbarn von der Gebietsgruppe Stralsund. Die Organisation dieser "großen Fahrt" lag dann in den Händen von Martina Heinrich und Lutz Meinke von der Gebietsgruppe Rügen und von Stralsunder Seite von deren Vorsitzenden Ursula Bamberg.

Es ging also erst einmal um 8.26 Uhr mit dem Zug von Bergen nach Stralsund. Dort wartete auf uns 16 Rüganer (unsere Gruppe war fast komplett) nicht nur der Bus, sondern auch27 Mitglieder der Stralsunder Gruppe. Nach dem wir dann in Grimmen und in Greifswald noch ein paar Passagiere aufgenommen hatten, ging die Fahrt non stopp bis Eggesin, wo wir vom Flößer Uwe und seinem Kollegen schon erwartet wurden.

Auf dem kleinen Flüsschen Randow schipperten wir  mit dem Floß durch eine wunderschöne Landschaft, in der die Natur noch Natur sein durfte. Es ging vorbei an besetzten Schwanennestern mit geschlüpften Jungtieren, an Graureihern, die reglos im Schilf standen und auf Beute lauerten und einer Bieberburg bei der wir am sonnigen Vormittag - wir hatten 30 Grad im Schatten - von den Bewohnern leider nichts zu sehen bekamen. Am Himmel war nicht nur die Sonne unser Begleiter, wir konnten auch einen schwarzen Milan beobachten, der dort nach Beute spähend seine Kreise zog.

Während dieser anstrengenden Beobachtungen wurden wir an Bord von unseren beiden Flößern kulinarisch hervorragend versorgt. Es wurde gegrillt und zu den Steaks, Schaschlik und Bratwurst gab es selbstgemachten Kartoffelsalat und andere Köstlichkeiten. Gekühlte Getränke durften auch nicht fehlen, und so konnten wir  es uns auf der 3-stündigen Floßfahrt richtig gut gehen lassen.

Nach der letzten Etappe unserer Fahrt , die wir auf dem Flüsschen Uecker zurück gelegt hatten, kamen wir im Heimathafen Ückermünde an. Von dort brachte uns der Bus in den Nachbarort Liepgarten, wo die Familie des Flößers eine Gastwirtschaft betreibt. Hier gab es dann Kaffe und frischen selbstgebackenen Kuchen. Als dann am späten Nachmittag doch noch die vom Wetterbericht angesagten Regenwolken ihre nasse Fracht abluden, saßen wir schon wieder im trockenen, wohl temperierten Bus und konnten auf der Heimfahrt in Gedanken die erlebten Eindrücke Revue passieren lassen.

Alle Teilnehmer dieses Ausfluges erlebten einen wunderschönen Tag und möchten sich bei allen bedanken, die dieses Erlebnis gestaltet und mit Leben erfüllt haben.

Christian Franz