Sommerfest 2018

Der 22. August 2018, was für ein herrlicher Sommertag. Es ist warm, es schien die Sonne vom blauen Himmel und es ist fast windstill. Ein Wetter, wie persönlich beim lieben Gott für unser Sommerfest bestellt. Um 12.00 Uhr gingen langsam 23 Personen von dem Treffpunkt an der Steinmole zur Kietzbrücke an der Binnenmüritz. Alle sind gut gelaunt und freuen sich auf den Ausflug mit dem Fahrgastschiff „Sonnenschein“ von der Kietzbrücke bis zur Anlegestelle der Gaststätte Waldschenke auf der Außenmüritz. Auch Frau und Herr Kalweit einschließlich der Begleitpersonen sind extra aus Boltenhagen angereist, um an dem Sommerfest teilzunehmen.

Nach einer kleinen Verspätung tuckerte das Schiff auf die Kietzbrücke zu, legte an und langsam stiegen alle Fahrgäste ein. Im Vorfeld hatten wir dem Schiffspersonal mitgeteilt, dass einige Blinde und Sehbehinderte an Bord kommen werden und wir um die Unterstützung beim Ein- und Aussteigen bitten. Und das tat dann das Schiffspersonal auch, Mit ihrer Hilfe und den Sehenden in unserer Gruppe verlief das Einsteigen völlig stressfrei und ohne Komplikationen. Auch die anderen Fahrgäste nahmen ohne Murren die leichte Zeitverzögerung beim Einsteigen geduldig in Kauf. Darüber freuten wir uns ebenfalls sehr. Langsam schipperte dann das Schiff an der Steinmole, am Hafen und auf der Ostseite der Binnenmüritz bis Ecktannen entlang. Dort verließen wir die Binnenmüritz und fuhren weiter bis zur Anlegestelle der Gaststätte Waldschenke. Auch dort half uns ausgesprochen Vorbildlich das Schiffspersonal beim Aussteigen. Als dann alle wohlbehalten und gesund von Bord waren, fiel unserem Chef, Karl-Heinz Ott, ein großer Stein vom Herzen. Nach einem Spaziergang von ca. 600 m kamen wir bei der Gaststätte an und wurden sehr freundlich vom Personal begrüßt. Eine lange Tafel war für uns vorbereitet und alles war sehr schön eingedeckt. Die sehr freundliche und hilfsbereite Kellnerin nahm dann die Bestellungen auf. Da wir von der Fiale dm im Altstadtcenter eine Prämie von 1 000 € bekommen hatten, durfte jeder sein Essen, ein Getränk und auch später noch Kaffee und Kuchen nach Wunsch bestellen. Zu erwähnen ist noch, dass die sehr nette Kellnerin unserer Helga das Schnitzel mundgerecht kleingeschnitten hat. Wo findet man das in einer anderen Gaststätte? Weil die Fiale dm uns mit der großzügigen Spende bedacht hatte, rief Herr Ott alle auf, künftig möglichst bei dm einzukaufen. Nach dem Essen und Trinken wurde miteinander viel erzählt und auch Erinnerungen ausgetauscht. In einer kurzen Ansprache erläuterte Herr Ott, weshalb der Vorstand das Sommerfest mit dem Schiffsausflug organisiert hat. Er sagte, dass wir Blinden und Sehbehinderten bemüht sind, jeden Tag mit unserer Behinderung so zu meistern, wie es auch die Nichtbehinderten tun. Und mit gutem Willen und der Hilfsbereitschaft anderer Menschen kann man eben auch problemlos einen Schiffsausflug meistern. Ebenfalls zu erwähnen ist, dass allen das Essen sehr gut geschmeckt und sich alle in der Gaststätte sehr aufgehoben gefühlt haben. Es gab auch schon Äußerungen, eventuell unser Weihnachtsfest in der Gaststätte Waldschenke i weihnachtlichen Ambiente zu feiern. Darüber sollte man ernsthaft nachdenken.

Viel zu schnell verging die Zeit, denn  gegen 15.30 Uhr sollte s Schiff wieder an der Anlegestelle anlegen. Aber auch hier gab es eine kleine Verspätung und wir hatten dadurch ein wenig mehr Zeit, die wunderschöne Müritz und die idyllische Umgebung mit vielen herrlichen Bäumen zu bewundern. Mit dem Ein- und Aussteigen hatten wir ja nun unsere Erfahrung gesammelt, weshalb alle wieder an der Kietzbrücke gesund und munter angekommen waren. Für einige von uns warteten schon Taxis, um sie nach Hause zu fahren. Übereinstimmend ist festzustellen, dass es ein sehr gelungenes Sommerfest war und alle gerne an diese schönen Stunden zurückdenken. 

Zum Schluss noch ein großes Dankeschön an Ute Bölter und Ronald Dietl, die im wesentlichen das Sommerfest im Vorfeld perfekt organisiert haben. Aber auch ein Dankeschön an alle Sehenden, die sehr aufmerksam und umsichtig die Blinden und Sehbehinderten sicher zum Zielort  begleitet haben. Ebenfalls ein großes Dankeschön an unserem Vereinsmitglied Frau Schädlich, die die Taxikosten übernommen hat.

Karl-Heinz Ott
Gebietsgruppe Müritz