Inklusion im Museum

So sollte es gehen!

Als am 09.04.2016 Mitglieder der Gebietsgruppe Rügen des Blinden-und Sehbehinderten-Vereines M-V e.V. sich erneut zu einem Besuch des Deutschen Meeresmuseum nach Stralsund aufmachten, wußten wir, dass wieder eine interessante und informative Reise vor uns lag.

"Tasten-Riechen-Fühlen" so das Thema der organisierten Führung durch die sympathische Museumspädagoginließ ahnen, dass man sich im Vorfeld intensiv Gedanken darüber gemacht hat, wie man z. B. Blinden und hochgradig Sehbehinderten ein Besuch in einem Museum schmackhaft machen könnte.

Viel Wissenswertes über das Museum, seine Geschichte und deren Bewohner erfuhren wir zu Beginn des fast 2 stündigen Rundganges. Wir bekamen viele Exponate zum Tasten in die Hand und konnten uns so ein sehr gutes Bild von, unter anderen  einem Kugelfisch, einem Schildkrötenpanzer, oder auch von der Konsistenz des abwechslungsreichen Futters überzeugen, welches die Wasserbewohner erhielten. Nicht nur die Finger bekamen viel zu tun, nein auch unsere Ohren lauschten den Walgesängen und beim Aufsuchen des Präperationsraumes wurden die Riechorgane ziemlich strapaziert.

Hervorzuheben ist die ganz besondere, aufmerksame Art und Weise der Führung durch die Mitarbeiterin des Museums, denn Poller, Treppen, dunkle Räume und Stufen wären sonst Gefahrenquellen und Unfallursachen, die es zu verhindern galt.

Nach dem Rundgang erfuhren wir, dass weitere Gruppensehbehinderter Menschen unserem Beispiel folgenwerden und wir so Vorreiter bei der Umsetzung des europäischen Inklusionsgedankens waren.

Nach der freundlichen Verabschiedung führte uns unser Weg in das "Torschließerhaus", in dem wir erneut fantastisch denierten und anschließend mit der Bahn auf die Insel zurück fuhren.

Für die gute Organisation ein Dank an Rene Marin.

 

Knut Schediwie - Vorsitzender der GG